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Nürburgring 2006 PDF Drucken E-Mail

Herausforderung „Grüne Hölle“

Beim SV-Eich wurde vor zwei Jahren eine Abteilung Nordic Walking gegründet, der zwischenzeitlich ca. 45 aktive Nordic Walkerinnen und –Walker angehören. In unterschiedlichen Leistungsgruppen wird von vielen rein gesundheitsbewusstes und ruhiges Nordic Walking bevorzugt, für andere steht aber mehr sportliches Nordic Walking und die damit verbundene Herausforderung im Vordergrund.

Am 17. Sept., bei der Veranstaltung Rad & Run am Ring, stellten sich 10 Nordic-Walkerinnen und –Walker vom SV-Eich der Herausforderung 24,4 Kilometer „Grüne Hölle“. Warum die legendäre Nordschleife des Nürburgrings diesen Namen, der ihr einst die Formel- 1-Legende Jackie Stewart gegeben hatte, auch durchaus für Radfahrer, Läufer und Walker Berechtigung findet, wurde den 10 Nordic Walkerinnen und –Walkern spätestens bei Kilometer 13 klar. Nach dem Startschuss werden Strecknennamen wie „Querspange“, „Kumho-Kurve“ und „Bit-Kurve“ leicht und locker passiert, bevor dann aber schon bald erstmalig ordentlich bergan geht. Nach knapp vier Kilometern wurde der GP-Kurs verlassen und endlich in die legendäre Nordschleife eingebogen. Überwiegend ging es nun bergab und die Anstrengung hielt sich noch in Grenzen. „Flugplatz“, Schwedenkreuz“, „Aremberg“, trotz ungewohntem Asphalt Bewegungsfreude pur. Jetzt ging es die „Fuchsröhre“ runter und wieder hoch zum „Adenauer Forst“. Nicht mehr lange und „Breidscheid“, der tiefste Punkt der Strecke, 300 Meter unter Start und Ziel, war in Sicht. Nun sollte es ernst werden – ca. vier Kilometer ging es nun mehr oder minder steil bergan, 300 Höhenmeter mit bis zu 17 Prozent Steigung galt es bis zum Streckenabschnitt „Hohe Acht“ zu überwinden. Viele Teilnehmer begegnen hier erstmalig dem so genannten „Mann mit dem Hammer“. Zum Glück gab es unterwegs genügend Verpflegungsstationen mit Mineralwasser, Cola, Apfelschorle, Müsliriegel, Bananen, etc.. Nachdem auch dieser Streckenabschnitt bewältigt und bei einigen ein Gefühl des Stolzes über das bereits „Geschaffte“ aufkam, war man sich sicher, das Ziel relativ gut und in einer passablen Zeit zu erreichen. „Eiskurve“, Pflanzgarten“ und „Schwalbenschwanz“, die nächsten Kilometer waren wieder wesentlich einfacher zu bewältigen. Am „Galgenkopf vorbei ging es nun zum langen Finale hoch zur „Döttinger Höhe“, Leicht, aber stetig bergan musste der innere Schweinhund nochmals bekämpft werden, bevor man wieder auf die GP-Strecke und somit auf die Zielgerade einbog. Jeder Finisher fühlte sich nun mit Recht wie ein echter Sieger, denn die Herausforderung „Grüne Hölle“ ist für jeden eine ganz persönliche Herausforderung und Erlebnis.

Die 10 Nordic Walkerinnen und –Walker des SV-Eich kamen alle in einer guten Zeit zwischen 3,20 Std. (Alfons Schumacher!) und 3,48 Std. zwar erschöpft, aber trotzdem glücklich und zufrieden ins Ziel. Stolz und gutgelaunt traf man sich abends zum gemütlichen Beisammensein und war sich einig – im nächsten Jahr wird erneut eine Herausforderung gesucht!!!

 

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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 18. März 2009 um 20:22 Uhr